Große Anfrage zum Sachstand bei der Ermekeilkaserne

Das Areal der Ermekeilkaserne dürfte wohl eines der letzten großen innerstädtischen Gebiete sein, die die Möglichkeit für eine Entwicklung in Richtung Wohnraum bieten. Was ursprünglich auch in diese Richtung gedacht und mit einer Bürgerwerkstatt unterstützt wurde, wurde dann aufgrund des dringenden Bedarf zur Unterbringung Geflüchteter zunächst gestoppt. Seit dem befindet sich dort die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes. Die Zahlen der dort untergebrachten Menschen hat sich aber entspannt und auch der Mietvertrag dürfte in nächste Zeit auslaufen. Grund genug, hier einmal nachzufragen.

Deshalb habe ich der Verwaltung folgende Fragen zum aktuellen Sachstand gestellt:

  1. Ist der Stadtverwaltung bekannt ob und in welchem Umfang die Eigentümerin der Ermekeilkaserne, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) beabsichtigt, das Haus 1 denkmalgerecht instand zu setzen? Falls ja, ab wann und welche Arbeiten sind beabsichtigt?
  2. Ist der Stadtverwaltung bekannt, ob der zu Ende dieses Jahrs auslaufende Vertrag zur Nutzung des Geländes der Ermekeilkaserne als Erstaufnahmeeinrichtung durch das Land NRW fortgeführt werden wird? Falls ja, wie lang ist die weitere Nutzung beabsichtigt?
  3. In welchem Stadium befinden sich die Verkaufsverhandlungen der Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA)?
  4. Zu wann ist absehbar, dass eine weitere Entwicklung bzw. Nutzung des Geländes bspw. für Wohnbebauung erfolgen kann?

Die Anfrage finden Sie auch im Ratsinformationssystem über den folgenden Link.

Eine Antwort auf „Große Anfrage zum Sachstand bei der Ermekeilkaserne“

  1. DANKE JULIA POLLEY FÜR DIESEN LÄNGST ÜBERFÄLLIGEN IMPULS, das 25.000 qum große GELÄNDE der ehem. ERMEKEIL-KASERNE in beser Lage für die STADTENTWICKLUNG VERFÜGBAR ZU MACHEN ! Ihre ANFRAGE könnte hierfür HILFREICH sein.

    Eigentlich sollte dieses Areal – angeregt durch Vorschläge aus der Bürgerschaft, insb. der Ermekeil-Initiative schon seit 2o18 – wenn man den Masterplan Innere Stadt zugrundelegt – zu einem Quartier der Vielfalt aus Wohnnutzung, Kleingewerbe und Kultur entwickelt worden sein. Der Stadtrat hatte hierzu einen Grundsatzbeschluss gefaßt und in einer Bürgerwerkstadt wurden hierzu qualifizierte Konzepte vorgelegt und diskutiert. Seitdem ist Stillstand, den die Stadt nicht zu verantworten hat, der aber nicht endlos andauern sollte.

    Aufgrund der bekannten Entwicklung bei Flüchtlingen und Migration und der Nutzung des Ermekeil-Geländes zur Flüchtlingsunterbringung seit 2o14 besteht ein dringendes Klärungsbedarf, wann damit zu rechnen ist. daß dieses Areal in bester zentraler Lage für die Stadtentwicklung, insb. für eine dringend benötigte Wohnbebauung zur Verfügung steht.

    So richtig es war, das Gelände ab 2o14 in Abstimmung mit Bund und Land zur Flüchtlingsunterbringung zu nutzen und sich auch hier als weltoffene, gastfreundliche und hilfsbereite Stadt zu zeigen, so wichtig sollte auch das Anliegen der Stadtentwicklung genommen werden. Nach meinem Eindruck hat sich die Stadt mit der Nutzung als EAE für Flüchtlinge auf unbestimmte Zeit abgefunden und zieht in näherer Zukunft eine Nutzung für kommunale Zwecke nicht mehr in Betracht. Das wäre falsch !

    Hier ist mehr Aktivität und Initiative seitens der Stadt gefordert mit dem Ziel, das Ermekeil-Gelände in möglichst naher Zukunft in Abstimmung mit Land und Bund der kommunalen Planungshoheit zuzuführen. Eine Quartiers-Entwicklung, wie sie in der Bürgerwerkstadt Gegenstand war, könnte der ganzen Südstadt wichtige Impulse geben mit Ausstrahlung auf die ganze Stadt.

    Ihre Anfrage sollte hierfür nur ein erster Anstoß sein, dem weitere folgen sollten. Gut finde ich, daß Sie u.a. gezielt auch nach dem Haus 1 gefragt haben.. Wenn es nicht auf Anhieb gelingt, das ganze Gelände in einem Zug der kommunalen Nutzung zuzuführen, so sind vielleicht auch schrittweise Lösungen mit Bund und Land zu erreichen, deren Interessenlagen mit denen der Stadt nicht zwingend übereinstimmen. Nur : die Stadt muß wissen, was sie will und dann das Eigeninteresse aktiv und selbstbewußt gestaltend auch vertreten. Ich denke, daß es daran in der Vergangenheit häufig gefehlt hat.

    Ich möcht Sie deshalb ermutigen, hier am Ball zu bleiben, immer wieder beharrlich nachzufassen, auch im Austausch mit der Bürgerschaft und es nicht bei dieser Anfrage zu belassen.

    Jürgen-Bernd Runge – wohnhaft in Poppelsdorf -.

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